Rohstoff- & Futures-Screener
Letzte Aktualisierung: --Rohstoffrotations-Chart
Letzte Aktualisierung: --Reflation – Die Preise drehen von niedrigem Niveau nach oben. Metalle und Energie führen, während sich die Nachfrage erholt.
Die Marktbreite ist hier noch dünn: Einige wenige Gruppen tragen den Index, während der Rest hinterherhinkt, sodass die Bewegung schwächer wirkt, als sie ist. Es ist auch die Phase mit den meisten Fehlstarts – deshalb benennt das Modell sie erst, wenn eine konkurrierende Phase 30 Handelstage in Folge geführt hat. Frühe trendfolgende Long-Positionen in den führenden Gruppen, klein dimensioniert, und auf Bestätigung warten.
Expansion – Breite, selbsttragende Stärke in den meisten Gruppen.
Der Index und seine Komponenten stimmen überein: Die meisten Gruppen tendieren in dieselbe Richtung, und Rücksetzer werden eher gekauft als verkauft. In dieser Phase funktioniert Trendfolge am besten und Mean Reversion am schlechtesten. Bleiben Sie mit dem Trend long und stocken Sie bei Schwäche auf, statt Breakouts hinterherzulaufen.
Spätzyklus – Noch hoch, aber das Momentum lässt nach und die Marktbreite verengt sich.
Das Kennzeichen ist eine DIVERGENZ: Immer weniger Gruppen markieren neue Hochs, während sich der Index selbst noch hält. Ein hoher Wert ist für sich genommen kein Verkaufssignal – er besagt, dass der Trend auf immer weniger Beinen läuft. Stopps nachziehen, Teilgewinne mitnehmen, keine neuen Long-Positionen eröffnen.
Abschwung – Breite Schwäche, Kapital verlässt den Komplex.
Die meisten Gruppen fallen gemeinsam, sodass die Streuung über Rohstoffe nicht mehr hilft – das ist der Preis von „breit“. Edelmetalle sind die übliche Ausnahme und können als sicherer Hafen nach oben ausbrechen. Short-Setups bevorzugen oder flat bleiben.
Die beiden Zahlen sind eine Messung. Konfidenz ist der ABSTAND zwischen den beiden führenden Phasen-Scores, keine Wahrscheinlichkeit: 15 % bedeutet, dass der Spitzenreiter 15 Punkte vor der nächsten Phase liegt, nicht dass die Phase zu 15 % wahrscheinlich ist. Übergangsrisiko teilt denselben Abstand in drei Stufen ein – 20 Punkte oder mehr ist Niedrig, 10 bis 20 Mittel, unter 10 Hoch –, sodass die beiden sich nie widersprechen können. Die Phasen-BEZEICHNUNG bewegt sich langsamer als die Scores darunter: Ein Herausforderer muss 30 Handelstage lang führen oder einen deutlichen Vorsprung erreichen, und ein Übergang, der einen Schritt im Zyklus überspringt, wird bestraft.
Rohstoff-Momentum & Rotation
Was dies zeigtUnser eigener Rohstoffindex mit darübergelegten Stärkekurven, in drei Ansichten: die vier Rohstoff-Supersektoren mit der phasenfarbigen Zykluslinie, die zehn Rohstoffgruppen oder die vier Anlageklassen. Die Schaltfläche Index blendet die Kerzen aus, wenn Sie nur die Kurven sehen möchten; im Menü „Anzeigen“ färben Sie den Index nach seinem Stärke- oder Entropie-Regime.
Stärke innerhalb der Gruppe
Sehen Sie, welcher Rohstoff in einer Gruppe am stärksten ist
Welcher Kontrakt innerhalb einer Gruppe führt. Die dicke Linie ist die eigene Stärke der Gruppe, die dünnen sind ihre Mitglieder, beschriftet mit ihrem Rang innerhalb der Gruppe. Der untere Bereich zeigt das Momentum-Regime der Gruppe. Jedes Mitglied behält eine feste Farbe, damit ein Kontrakt erkennbar bleibt, wenn sich das Ranking ändert.
Rohstoff-Stärkeranking
So funktioniert das RankingJeder Futures-Kontrakt, von oben nach unten gerankt. C.Rank ordnet die vier Anlageklassen, G.Rank die Gruppen darin und Rank die einzelnen Kontrakte. Alle drei verwenden denselben Composite wie die Sektorseite – Stärke + 10 × 3-Tage-Steigung –, sodass ein starker, aber nachlassender Kontrakt hinter einem schwächeren, beschleunigenden rangiert. Die Rangfolge nimmt den nächsten Spitzenreiter vorweg, statt den aktuellen zu beschreiben.
Rohstoffe & Futures – Setup-Screener
Wählen Sie einen Kontrakt aus der Tabelle unten
Rohstoffaktien
So funktioniert die ZuordnungDie börsennotierten Branchen, die ein Rohstoff tatsächlich antreibt, mit unverändert übernommenem Ranking des Aktien-Screeners. Zugeordnet pro Kontrakt statt pro Gruppe, denn ein Raffineriebetreiber ist kein Ölproduzent: Produzenten gewinnen, wenn das Barrel steigt, Raffinerien verdienen den Crack Spread und können durch dieselbe Bewegung verlieren.
Spreads
Was dies zeigtRaffinerie- und Verarbeitungsmargen (Crack, Crush) in realen Einheiten sowie wichtige Verhältnisse zwischen verwandten Rohstoffen. Jede Kennzahl zeigt, wo sie in ihrer eigenen Historie steht – ein Wert nahe 0 oder 100 ist der überdehnte.
Korrelationen
Was dies zeigtRollierende 60-Tage-Korrelation der Tagesrenditen, nach Gruppen sortiert, damit Blöcke verwandter Märkte hervortreten. Klicken Sie auf eine Zelle, um ihre Korrelationshistorie und die beiden zugrunde liegenden Reihen zu sehen.
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Dr. Copper
Konjunkturlage anhand der relativen Performance von Kupfer
Warum KupferKupfer ist der einzige Rohstoff mit Doktortitel in Volkswirtschaft. Seine Nachfrage spiegelt die globale Industrieaktivität direkt wider – wenn Fabriken bauen, der Bau boomt und die Infrastruktur wächst, steigt der Kupferverbrauch. Ein steigender Dr.-Copper-Index signalisiert wirtschaftliche Stärke, ein fallender warnt vor einem Abschwung.
Das Rohstoffrotationsmodell verstehen
Das Rohstoffrotationsmodell verfolgt die relative Performance von vier Rohstoffsektoren – Industriemetalle, Energie, Agrar und Edelmetalle –, um die aktuelle Phase des Rohstoff-Superzyklus zu bestimmen. Das Modell nutzt die Z-Score-normierte relative Stärke sowohl gegenüber dem breiten Rohstoffindex (DBC) als auch gegenüber Aktien (SPY), kombiniert mit Sektormomentum und einer sektorübergreifenden Korrelationsanalyse.
Phase 1: Reflation
Industriemetalle führen, wenn sich die Wirtschaftsaktivität zu erholen beginnt. Die Notenbanken bleiben meist expansiv, die Kreditbedingungen lockern sich, und die Einkaufsmanagerindizes der Industrie drehen nach oben. Kupfer und Aluminium schneiden besser ab als Gold und Energie. Diese Phase begünstigt zyklische Aktiensektoren (Industrie, Grundstoffe) und Schwellenländerwährungen.
Kernsignale: Steigendes Kupfer/Gold-Verhältnis, sich verbessernder Dr.-Copper-Index, relative Stärke der Industriemetalle dreht ins Positive, während Energie nachhinkt.
Phase 2: Expansion
Die Rohstoffnachfrage beschleunigt sich auf breiter Front. Energie schließt sich der Rally an, da das Wirtschaftswachstum selbsttragend wird. Agrarrohstoffe profitieren von steigenden Inputkosten und steigendem Verbrauch. Der Inflationsdruck nimmt zu, doch Aktien können weiter steigen, solange das Gewinnwachstum die Kostensteigerungen übertrifft.
Kernsignale: Alle vier Sektoren zeigen positive relative Stärke, Energie und Agrar schneiden besser ab, steigende Rohölpreise, zunehmende Marktbreite des Rohstoffindex.
Phase 3: Spätzyklus
Der Kostendruck beschleunigt sich und beginnt, die Margen zu schmälern. Die Energiepreise schießen hoch, weil Angebotsengpässe greifen, Edelmetalle steigen als Inflationsschutz, und die Notenbanken schwenken auf Straffung um. Aktienmärkte spüren Gegenwind durch steigende Inputkosten und straffere Finanzierungsbedingungen.
Kernsignale: Edelmetalle schneiden besser ab, Energie bleibt stark, aber volatil, Industriemetalle verlangsamen sich, steigende Korrelation zwischen Rohstoffen und Aktien.
Phase 4: Abschwung
Die Nachfragezerstörung setzt ein. Industriemetalle fallen deutlich, Energie korrigiert, und der Rohstoffzyklus setzt sich zurück. Edelmetalle können als sichere Häfen weiter besser abschneiden. Die Notenbanken stehen vor dem Dilemma zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsstützung. Eine defensive Aktienpositionierung ist angebracht.
Kernsignale: Fallendes Kupfer/Gold-Verhältnis, negativer Dr.-Copper-Index, Industriemetalle und Energie schneiden schwächer ab, abnehmende Marktbreite des Rohstoffindex, steigendes Gold/Rohstoff-Verhältnis.
Konfidenz & Übergangsrisiko: Das Modell berechnet einen Konfidenzwert aus der sektorübergreifenden Übereinstimmung und der Beständigkeit des Momentums. Wenn die Sektorsignale auseinanderlaufen oder das Momentum nachlässt, steigt das Übergangsrisiko – ein Hinweis auf einen möglichen Phasenwechsel in den nächsten 4–8 Wochen.
Dr. Copper – Konjunkturindikator
Kupfer wird „Dr. Copper“ genannt, weil es die Gesundheit der Weltwirtschaft „diagnostizieren“ kann. Als unverzichtbarer Rohstoff für Bau, Fertigung, Elektronik und Infrastruktur spiegelt die Kupfernachfrage die Industrieaktivität direkt wider. Anders als Gold (das bei Angst steigt) oder Öl (das angebotsbeschränkt ist) ist Kupfer unter den wichtigen Rohstoffen der reinste Indikator der Nachfrageseite.
Statt reiner Kupferpreise (die durch Dollarstärke, Angebotsstörungen und spekulative Ströme verzerrt werden) verwendet der Dr.-Copper-Indikator drei Verhältnisse, die das Konjunktursignal herausfiltern:
Kupfer/Gold-Verhältnis
Dies ist das wichtigste Verhältnis. Gold steht für Angst und monetäre Unsicherheit, Kupfer für industriellen Optimismus. Ein steigendes Verhältnis signalisiert, dass sich die Wachstumserwartungen gegenüber der Risikoscheu verbessern. Historisch ging ein anhaltender Rückgang dieses Verhältnisses jeder US-Rezession seit 1970 um 3–9 Monate voraus. Die Z-Score-Normierung zeigt, wie extrem der aktuelle Wert im Vergleich zu seiner eigenen Historie ist.
Kupfer/S&P-500-Verhältnis
Dieses Verhältnis vergleicht die Nachfrage der Realwirtschaft (Kupfer) mit der Entwicklung der Finanzwirtschaft (Aktien). Schneidet Kupfer besser ab als Aktien, ist die Realwirtschaft im Verhältnis zu Finanzwerten stark – ein Kennzeichen echter konjunktureller Expansion statt liquiditätsgetriebener Rallys. Divergenzen, bei denen Aktien steigen, Kupfer/SPX aber fällt, gehen oft Korrekturen voraus.
Kupfer/Öl-Verhältnis
Kupfer und Öl sind beides Industrierohstoffe, doch Öl wird stark von OPEC-Angebotsentscheidungen und Geopolitik beeinflusst. Ein steigendes Kupfer/Öl-Verhältnis deutet auf nachfragegetriebene Stärke (reale Wirtschaftsaktivität) statt angebotsgetriebener Inflation hin. Fällt dieses Verhältnis, ist die Stärke der Rohstoffe eher auf Angebotsengpässe als auf echtes Nachfragewachstum zurückzuführen.
Zusammengesetzter Dr.-Copper-Index
Die drei Z-Score-normierten Verhältnisse werden zu einem Composite-Index zusammengefasst. Positive Werte deuten auf eine konjunkturelle Expansion hin, negative Werte signalisieren Kontraktionsrisiko. Extremwerte (>1,5 oder <-1,5) fielen historisch mit großen konjunkturellen Wendepunkten zusammen. Das aus diesem Index abgeleitete Konjunktursignal hat seit 2010 den Beginn jeder Rezession und der meisten großen Expansionen korrekt erkannt.
Die Screener-Signale verstehen
COT-Regime
Abgeleitet aus dem CFTC-Commitment-of-Traders-Bericht. Ordnet die Positionierung kommerzieller Hedger, Asset Manager und Leveraged Funds in Regime ein: Risk-On (Smart Money baut Long-Positionen auf, spekulative Überzeugung steigt), Bull (Trend durch Positionierung bestätigt), Distribution (Smart Money reduziert das Engagement, während der Kurs hoch bleibt) und Liquidation (breiter Positionsabbau, markiert typischerweise Böden oder beschleunigt Ausverkäufe).
Unsicherheitsregime
Misst die Kursunsicherheit mit einem eigenen Volatilitätsmodell. Aufwärts-/Abwärtstrend (geringe Unsicherheit, klare Richtung), Akkumulation/Distribution (mittlere Unsicherheit, Übergang), Extreme Unsicherheit (hohe Volatilität, meiden oder Positionsgröße reduzieren).
Marktphase
Kombiniert Kurstrend, Momentum und Volatilität zu einer einzigen Phasenbezeichnung. Zeigt, ob sich ein Rohstoff im Trend, in einer Konsolidierung oder im Übergang befindet. Hilfreich, um zu entscheiden, welche Strategie (Trendfolge vs. Mean Reversion) passt.
AM- & LF-Perzentile
AM-Perzentil (Asset Manager) und LF-Perzentil (Leveraged Funds) zeigen die aktuelle Nettopositionierung dieser Tradergruppen im Vergleich zu den letzten 52 Wochen. Extremwerte (über dem 90. oder unter dem 10. Perzentil) deuten auf überfüllte Trades hin, die anfällig für eine Umkehr sind.
Überfüllt
Markiert, wenn Asset Manager oder Leveraged Funds eine extreme Nettoposition halten. Überfüllte Long-Positionen gehen oft Pullbacks voraus, überfüllte Short-Positionen oft Short Squeezes. Dies ist ein Kontraindikator, der am besten zusammen mit anderen Signalen genutzt wird.
Saisonalität (Saison 1 M)
Zeigt die historisch erwartete Rendite über die nächsten 21 Handelstage auf Basis von Kalendermustern. Enthält Trefferquote und Stichprobengröße zur Einschätzung der statistischen Verlässlichkeit. Saisonale Muster sind bei Agrarrohstoffen (Aussaat-/Erntezyklen) und Energie (Heiz-/Reisesaison) am stärksten.
Dark-Pool- & Short-Aktivität
Zeigt für ETF-gebundene Kontrakte die Dark-Pool-Aktivitätsquote. Erhöhte Dark-Pool-Aktivität bei fallendem Kurs kann auf institutionelle Akkumulation hindeuten. Hohes Short Interest schafft Potenzial für Short-Squeeze-Rallys.
Knappheit
Abgeleitet aus dem Verhältnis von Lagerbeständen zu Nachfrage im Bereich Rohstoff-Fundamentaldaten. Knappe Märkte (niedrige Lagerbestände im Verhältnis zur Nachfrage) stützen die Preise, während lockere Märkte (Überschussbestände) Abwärtsdruck erzeugen. Knappheit ist der grundlegendste Angebots-/Nachfrage-Indikator für physische Rohstoffe.
Muster & Gewinnwahrscheinlichkeit
Erkennt Kerzen- und Price-Action-Muster im Futures-Kontrakt. Die Gewinnwahrscheinlichkeit wird aus der historischen Musterperformance beim jeweiligen Rohstoff berechnet und berücksichtigt dessen spezifische Volatilität und Saisonalität.
Signale kombinieren für Trades mit hoher Wahrscheinlichkeit
Einzelne Signale sind aufschlussreich, reichen aber für Trading-Entscheidungen nicht aus. Der eigentliche Vorteil entsteht durch Signalkonvergenz – wenn mehrere unabhängige Datenquellen in dieselbe Richtung zeigen.
Schritt 1: Makrofilter – Rotationsphase
Beginnen Sie mit dem Rohstoffrotationsmodell, um zu erkennen, welcher Sektor sich in einer günstigen Phase befindet. Mit dem Rotationszyklus zu handeln (z. B. Industriemetalle in der Reflation, Energie in der Expansion kaufen) liefert strukturellen Rückenwind. Meiden Sie antizyklische Trades, sofern andere Signale nicht äußerst überzeugend sind.
Schritt 2: Regime-Abgleich
Filtern Sie nach Kontrakten, bei denen COT-Regime und Unsicherheitsregime übereinstimmen. Ein COT-Regime „Risk-On“ zusammen mit einem Unsicherheitsregime „Aufwärtstrend“ ist das stärkste Long-Setup. Umgekehrt bestätigt ein COT-Regime „Distribution“ mit „Abwärtstrend“ Short-Positionen. Widersprüchliche Regime (z. B. bullisher COT, aber hohe Unsicherheit) sprechen fürs Abwarten.
Schritt 3: Positionierung & Überfüllung prüfen
Stellen Sie sicher, dass der Trade nicht überfüllt gegen Sie läuft. Die aussichtsreichsten Long-Positionen entstehen, wenn das COT-Regime bullish ist, die Positionierung aber noch nicht extrem ist (<80. Perzentil). Sobald die AM- oder LF-Perzentile 90 % übersteigen, ist der Trade Konsens und anfällig für eine Umkehr. Nutzen Sie die Überfüllung als Timing-Filter, nicht als Richtungsfilter.
Schritt 4: Saisonale Bestätigung
Prüfen Sie, ob die Saisonalität die Trade-Richtung unterstützt. Ein bullishes Setup mit positivem saisonalem Muster (insbesondere >60 % Trefferquote über ≥15 Jahre) liefert statistisch belegten Rückenwind. Antisaisonale Trades erfordern stärkere Signale anderer Indikatoren.
Schritt 5: Fundamentaldaten & Knappheit
Prüfen Sie bei physischen Rohstoffen das Angebots-/Nachfragebild anhand des Charts der Rohstoff-Fundamentaldaten. Knappe Lagerbestände bei steigender Nachfrage liefern das fundamentale Fundament für nachhaltige Rallys. Trades, die sowohl von technischen Signalen als auch von fundamentaler Knappheit gestützt werden, haben den höchsten Erwartungswert.
Bewertung der Signalkonvergenz
Ein praktischer Ansatz ist, die Anzahl übereinstimmender Signale zu zählen:
- 5+ Signale übereinstimmend: Höchste Überzeugung – volle Positionsgröße, weitere Stopps
- 3–4 Signale übereinstimmend: Standard-Setup – normale Positionsgröße
- 1–2 Signale übereinstimmend: Geringe Überzeugung – kleinere Position oder aussetzen
- Widersprüchliche Signale: Kein Trade – auf Klarheit warten
Datenquellen
- COT-Positionierung: CFTC Commitment of Traders (Traders in Financial Futures & Disaggregated Reports), wöchentlich mit 3 Tagen Verzögerung veröffentlicht. Quelle: cftc.gov
- Futures-Kurse: Fortlaufende Frontmonatskontrakte von TradeNavigator (Tagesschluss, täglich aktualisiert) mit Stooq als historischer Reserve. Quelle: stooq.com
- ETF-Kurse & Dark Pool: Tiingo-Tagesschlussdaten für ETF-Stellvertreter; FINRA-Dark-Pool-Volumendaten. Quellen: tiingo.com, finra.org
- Lagerbestands- & Angebotsdaten: Wöchentliche EIA-Erdölbestände (Rohöl, Benzin, Destillate) und monatliche EIA-STEO-Nachfrageprognosen. USDA PSD (Production, Supply & Distribution) für Agrarrohstoffe (Mais, Weizen, Sojabohnen, Baumwolle). Quellen: eia.gov, usda.gov
- Nachfragedaten: Monatliche Nachfrageschätzungen der EIA STEO für Energie (Rohöl, Erdgas, Benzin), USDA-Inlandsverbrauch für Agrarrohstoffe, FRED-Industrieproduktionsindex (INDPRO) als Nachfrage-Proxy für Metalle (Gold, Silber, Kupfer, Platin, Palladium). Quelle: fred.stlouisfed.org
- Knappheitsindikatoren (3 Stufen):
- Angebots-/Nachfrage-Knappheit (Stufe 1): Z-Score des Lager-Verbrauch-Verhältnisses (Stocks-to-Use). Nur für Rohstoffe mit physischen Lagerbestandsdaten (Energie, Agrar).
- COT-Knappheit (Stufe 2): Kombination aus Z-Score der kommerziellen COT-Positionierung (40 %), Kurs-Z-Score (40 %) und Kursmomentum (20 %). Verfügbar für alle Futures mit COT-Daten.
- Kurs-Knappheit (Stufe 3): Reiner Kurs-Z-Score (60 %) + Momentum (40 %). Als Rückfallebene für alle Rohstoffe verfügbar.
- Rohstoffrotation: Eigenes Modell auf Basis der Z-Score-normierten relativen Stärke von 4 Sektor-Teilindizes gegenüber DBC und SPY
- Dr. Copper: Eigener Composite aus den Z-Score-normierten Verhältnissen Kupfer/Gold, Kupfer/S&P 500 und Kupfer/Öl
- Unsicherheits- & Regime-Modelle: Eigene Klassifizierung von Volatilitätsregimen anhand realisierter Volatilität, Trendbeständigkeit und Momentum-Streuung
- Saisonalität: Berechnet aus über 15 Jahren historischer Kalenderrenditen je Rohstoff