Nach einem neuen Allzeithoch und einem harten Retest der Breakout-Niveaus deutet die Kursentwicklung auf Akkumulation und weiteres Aufwärtspotenzial hin. Die kommenden Tage sind jedoch vollgepackt mit äußerst wichtigen Ereignissen und zentralen Datenveröffentlichungen:
Makro / Notenbanken
Mi (20:00) – FOMC-Protokoll (Juli) Auswirkung: Bestätigt das Protokoll einen breiten Konsens für Zinssenkungen im September, könnten Aktien und Gold anziehen, während der USD und die Renditen am kurzen Ende nachgeben könnten. Jeder hawkishe Widerspruch birgt das Risiko der umgekehrten Reaktion.
Do–Sa – Jackson-Hole-Symposium (Thema: Arbeitsmärkte) • Fr (16:00) – Grundsatzrede von Powell Auswirkung: Das entscheidende Ereignis der Woche. Eine dovishe Tendenz (Betonung der Arbeitsmarktschwäche) könnte Aktien Auftrieb geben, die Renditen drücken und den USD schwächen. Ein neutraler bzw. hawkisher Ton würde Risikoanlagen belasten und den Dollar stützen.
Mi – Zinsentscheid der RBNZ (erwartet: Senkung um 25 Bp) Auswirkung: Eine Senkung dürfte den NZD belasten; die Forward Guidance entscheidet allerdings darüber, ob es ein einmaliger Schritt oder der Beginn eines Zyklus ist.
Wichtige Datenveröffentlichungen
Mi – CPI Großbritannien (Juli) Auswirkung: Ein schwächerer Wert bestärkt die Erwartung von Zinssenkungen der BoE → GBP unter Druck, Gilts gefragt. Ein heißer Wert birgt das Risiko einer GBP-Rally.
Do (zeitversetzt, weltweit) – Flash-PMIs (August) Auswirkung: Schwache PMIs in der EU und den USA könnten Abschwungsängste neu entfachen → Volatilität bei Aktien, Rally bei Anleihen. Stärkere Werte stützen zyklische Aktien und belasten Anleihen.
Do (14:30) – US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Auswirkung: Erhöhte Anträge würden die Argumente für Zinssenkungen stärken → bullish für Anleihen und Aktien, bearish für den USD. Stabile Anträge stützen die Vorsicht der Fed.
Do (16:00) – US-Verkäufe bestehender Häuser (Juli) Auswirkung: Schwache Immobiliendaten signalisieren eine höhere Zinsempfindlichkeit → Anleihenrally, Druck auf Hausbauer und Einzelhandel. Starke Daten dämpfen Rezessionsängste.
Earnings (Schwerpunkt Einzelhandel)
Di (vorbörslich) – Home Depot (HD) Auswirkung: Schwache Ausgaben für Heimwerkerbedarf würden auf einen schwächelnden Immobilienmarkt hindeuten → Druck auf immobiliennahe Aktien. Solide Nachfrage von Profikunden könnte die Stimmung stützen.
Mi (vorbörslich) – Target (TGT) Auswirkung: Margendruck durch Zölle und Rabattaktionen birgt das Risiko einer Schwäche im Einzelhandelssektor. Eine besser als befürchtete Kundenfrequenz würde die Verbraucherstimmung stabilisieren.
Do (vorbörslich) – Walmart (WMT) Auswirkung: Der wichtigste Gradmesser für den US-Verbraucher. Starke Ergebnisse könnten Basiskonsumgüter, Einzelhandels-ETFs und das Verbrauchervertrauen insgesamt beflügeln. Schwache Zahlen bergen das Risiko, dass der Einzelhandel die Indizes nach unten zieht.
Vorschau (nächster Mittwoch, 27.08.) – NVIDIA (NVDA) Auswirkung: Das mit Abstand marktbewegendste Earnings-Ereignis dieses Monats. Die Prognose zur KI-Nachfrage kann Halbleiterwerte und den gesamten Nasdaq bewegen.
⚡ Fazit für das Trading: In dieser Woche dreht sich alles um geldpolitische Signale (Powell + FOMC-Protokoll) gegenüber der Realität beim Verbraucher (Earnings im Einzelhandel + Immobiliendaten). Rechnen Sie mit einer Übertragungskette von Zinsvolatilität → USD → Aktien. Wenn Powell dovish auftritt und Walmart widerstandsfähige Verbraucher bestätigt, könnten Risikoanlagen eine Spätsommer-Rally versuchen. Ein hawkisher Powell oder schwache Einzelhandels- bzw. Immobiliendaten drehen das Bild in Richtung Risk-off.